Sibirien/ Ksachstan

 

Was fürt eine schwierige Reise...es sollte irgendwie nicht meine Reise sein: In Sibirien gut gestartet, Grenze nach Kasachstan leicht passiert, dann ewige Steppe...in jedem Dorf das gleiche: Menschen rennen in ihre Häuser und verschließen Türen und Fenster wenn sie mich sehen. Eine einzige kasachische Familie its freundlich und lädt mich zum Abendessen ein, Brot und Fleischspieße, kein Wodka. Übernachten muß ich etwas entfernt inunter einem Baum in der Steppe, "Police, Police...". Dann weiter die nicht enden wollende Steppe. Ab und an kleine "Grill-Imbisse": einige Tage lang nur fettige Fleischspieße, die nur mit viel Wodka zu vertragen sind, morgens, mittags, abend und zwischendurch. Dann einige Tage was neues: ausschließlich eingelegte Pilze, die nur mit Wodka zu genießen sind. In Absteigen sagt niemand ein Wort, eine schreckliche Zeit. In Almaty nicht viel besser: das einzige Hotel in das ich einchecken darf ist ein Luxushotel für Westler und kostet 600 Dollar die Nacht. Nach langem Rumfragen im Gästehaus eines Armeestützpunktes untergekommen (Raketa), auch hier alle sehr verschwiegen, mein Zimmernachbar berobachtet mich ständig mit gezückter Waffe. Ich freue mich auf China und Tibet - an der Grenze zu China die riesige Enttäuschung: Uigurenaufstand in Xinjiang, Grenze bis auf weiteres geschlossen - wieder zurück nach Almaty, noch eine Seilschaft ins Tian Shan, dann frustrane Rückreise nach Deutschland...manchmal will es einfach nicht so richtig...

 

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© Karsten Wolf